Die Wallfahrtskirche Maria Loretto ist ein einschiffiger, barocker Gewölbebau. An beiden Seiten befinden sich jeweils vier Nischenkapellen, die den Raum architektonisch gliedern.
Der Hochaltar wurde 1766 von Kavallerieoberst Johann Lipthay gestiftet. Das Altarbild zeigt die „Maria Immaculata“ (Unbefleckte Empfängnis). Flankiert wird das Gemälde von zwei monumentalen Statuen der heiligen ungarischen Könige Stephan und Ladislaus. Am oberen Ende des Altars befindet sich das Wappen des Fürsten Paul Esterházy, der den ersten Altar von 1691 stiftete.
Die acht Seitenkapellen
Das Kirchenschiff öffnet sich zu insgesamt acht Seitenkapellen, die im Laufe der Geschichte von verschiedenen Wohltätern gestiftet und ausgestattet wurden.
Linke Seite
Allerheiligenaltar
Der Altar wurde 1734 links neben den Haupteingang versetzt. Das Gemälde, auf dem Maria über allen Heiligen schwebt, wird von den Servitenheiligen Joachim Piccolomini und Franz Patritius gerahmt.
Kapelle des hl. Philipp Benitius
Der Altar wurde 1702 gestiftet. Das Altarbild zeigt die Madonna mit dem Serviten-Generaloberen Philipp Benitius. Bekrönt wird die Kapelle von einem Stuckmedaillon mit den Symbolen der göttlichen Tugenden.
Stephanuskapelle
Das Altarbild zeigt den hl. König Stephan von Ungarn mit seinem Sohn Emmerich, flankiert werden sie von den Skulpturen der hll. Elisabeth von Thüringen und Barbara.
Johannes-Nepomuk-Kapelle
Der jetzige Altar wurde 1733 errichtet. Das Altarbild zeigt den Brückenheiligen über der Moldau. Über dem Bild des hl. Johannes Nepomuk befindet sich eine Darstellung des hl. Antonius von Padua und über der Kapelle das Wappen des Stifters Fürst Paul Esterházy.
Rechte Seite
Kapelle der Pestpatrone
Erbaut wurde der Altar 1651–1659. Das Altarbild zeigt die Hl. Dreifaltigkeit über den Pestpatronen Rochus, Sebastian, Rosalia und Benno. Von hohem lokalhistorischem Wert sind die im unteren Bildteil eingefügten topographischen Ansichten der Schlösser Pottendorf und Seibersdorf, der Burgruine Hornstein sowie der damaligen Lorettokirche.
Hl. Judas Thaddäus-Kapelle
Ursprünglich wurde der Altar 1654 gestiftet und 1767 neu errichtet. Auf dem Altar befinden sich eine Kopie des Prager Jesulein sowie Skulpturen der Apostel Petrus und Paulus.
Peregrini-Kapelle
Im Zentrum steht die Fußheilung des hl. Peregrinus (Nothelfer bei Fußkrankheiten und Schutzpatron der Krebskranken). Nach seiner Heiligsprechung wurde 1734 hier anstelle des Allerheiligenaltars der Altar zu Ehren des hl. Peregrinus.
Kapelle der Schmerzhaften Muttergottes
Nach der Zerstörung 1683 wurde der Altar unter anderem durch die Gemahlin Kaiser Leopolds I. erneuert. Der Altar hat einen baldachinartigen Aufbau mit geschnitzter Pietà, über dem Fronbogen prangt die habsburgische Hauskrone (um 1700).
Auf der Empore befindet sich die historische Orgel. Sie wurde in den Jahren 1761/1762 vom Ödenburger Orgelbauer Johann Rath errichtet. Sowohl das Instrument als auch die reich geschmückte Emporenbrüstung wurden wie der Altar von Johann Lipthay gestiftet.